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Hallöchen liebe/r ,
erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für Deine Anteilnahme bedanken. Der "HotSeat" für mein Buchprojekt war entspannter, als gedacht und ich konnte mehr Klarheit gewinnen. Gerade bin ich dabei, die Struktur aufzubauen und das Inhaltsverzeichnis zu erstellen, damit ich mich dran entlang hangeln kann.
Doch heute möchte ich mit Dir über was anderes sprechen - und es wird lang, sehr lang. ;)
Aber es ist sooooo wichtig und nicht nur, weil gleich um 10 Uhr unser Zeitwellen-Café ist und wir genau über folgendes Thema sprechen wollen, sondern weil es mir echt unter den Nägeln brennt. ... ... bleib dran, es lohnt sich.
Ich weiß, dass Du das auch kennst ... das mit dem "Bin ich gut genug?"
Das allein ist ja schon eine witzige Frage, wenn sie so solo da steht ohne Kontext. Aber manchmal haben wir tatsächlich ganz tief ins uns vergrabene Glaubenssätze, die erst ans Licht befördert werden, wenn der Kontext passt.
Also ...
stell Dir das mal so vor. Die Frage, ob Du gut genug bist oder nicht, ist ungefähr so, als würdest seit Stunden mit hochrotem Kopf in einer riesigen Altpapiertonne wühlen.
Kopfüber steckst Du in der Tonne. Du suchst verzweifelt nach einer Quittung, einer Bestätigung oder irgendeinem Beweis dafür, dass Du "gut genug" bist.
Um Dich herum fliegen Rechnungen, alte To-Do-Listen und die Erwartungen anderer Leute. Du bist verschwitzt, völlig gestresst und denkst: "Wenn ich dieses eine Blatt Papier nicht finde, dann war alles umsonst!"
Und während Du da so im Müll Deiner Sorgen wühlst, steht das Leben oder Dein Geistführer oder The Master Lord of the Universe direkt hinter Dir, tippt Dir sanft auf die Schulter und flüstert Dir liebevoll ins Öhrchen:
"Heyyyy Schnuggi, hör auf zu wühlen. Guck mal in Deine Tasche. Da liegt der Jackpot-Schein, nachdem Du so lange gesucht hast. Er gehört Dir schon längst – Du hast ihn nur völlig vergessen, während Du Dich mit dem Altpapier des Lebens beschäftigt hast."
Warum Stress oft nur ein Suchfehler ist
Jaja ... wir alle leiden immer mal wieder unter dem "Ich-muss-das-endlich-hinkriegen-Syndrom". Das ist sehr anstrengend. Wir rackern uns ab wie blöde!
Wir glauben, spirituelles Wachstum oder ein ruhiger Geist sei etwas, das wir uns hart erarbeiten müssten. Ohne Fleiß ja bekanntlich kein Preis!
Und so suchen wir unseren Wert im Außen, in unseren Leistungen oder in der Anerkennung anderer – also quasi im Altpapier des Lebens. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es dort nicht zu finden ist, tappen wir immer wieder in die gleiche Falle.
Kleiner Tipp: Ärger Dich nicht darüber! Bemerk es einfach und dann lach drüber!
Denn die Wahrheit ist viel entspannter:
Dein innerer Frieden ist kein Ziel, das Du erreichen musst. Er ist Deine Grundausstattung. Du bist nicht hier, um Dich würdig zu schuften, sondern um zu bemerken, dass Du bereits mit allem ausgestattet wurdest, was Du brauchst.
Und was willst Du eigentlich? Auto, Haus, neue Gartenpflanzen (auch schön - ich liebe es!) ... neee, das ist doch alles Beiwerk. Du willst Frieden und zwar bedingungslosen! Ruhe im Kopp und Frieden im Herzen, das ist es, was Du in Wahrheit willst.
Schön! Leichter gesagt, als getan mit den ganzen Wühlereien. Wenn dann noch der Körper weh tut, das Alter der Haut einen vertrockneten Faltenlook verpasst, Du dreimal nachts raus musst, um Pippi zu machen und dann Dein Nachbar auch noch fiese Kinder hat ...
Nicht zu vergessen die ganzen Sorgen und Grübeleien um das Wetter und die Politik und warum eigentlich die Welt vor die Hunde geht oder sollen wir doch wieder zurück zur Atomenergie ...
... Leben ist anstrengend, oder?
Doch was wäre, wenn Dein mentaler Stress eigentlich nur das Geräusch des Wühlens ist, das entsteht, wenn Du versuchst, nach etwas zu suchen oder etwas zu werden, was Du im Kern schon längst bist?
Ich rede hier nicht von den Herausforderungen von Krankheit, Alter und Ängsten, sondern von den täglichen Gedanken, die uns unser Leben vermiesen.
Die Strategie: Erkenne den Jackpot in Dir
Vor ein paar Tagen habe ich einen wundervollen Satz gehört:
"Nichts ist so vergänglich wie ein Gedanke,
der keine Aufmerksamkeit bekommt!"
Der Hit, oder?
Also ... anstatt heute zu versuchen, Deine Probleme mit noch mehr Nachdenken zu lösen, probier mal das hier:
- Der "Wühl-Stopp": Sobald Du merkst, dass Deine Gedanken kreisen (das Altpapier!), sag Dir: "Stopp. Hier drin liegt nichts, was mich wirklich glücklich macht."
- Die Hilfe annehmen: Du musst dieses Leben nicht allein managen. Es gibt eine Intelligenz, die Deine Zellen steuert und die Planeten kreisen lässt. Vertrau darauf, dass sie auch Deinen Alltag hinkriegt, wenn Du mal kurz das Steuer loslässt. Wie Du das nennst, ist doch wumpe! Das ist kein ignorantes "Mir doch egal", sondern ein tiefes Verständnis dafür, dass das ganze Drama im Außen Deinen inneren Kern gar nicht berühren kann. Es ist die Erkenntnis, dass das Altpapier eben nur Altpapier ist.
- Dankbarkeit als Cash-Out: Dankbarkeit ist der Moment, in dem Du den Lottoschein am Schalter Deiner eigenen Haustür vorzeigst. Du rufst laut in den Flur: "Gewonnen!" Wenn Du Danke sagst, erkennst Du an, dass Du bereits reich beschenkt bist. Das verändert Deine Chemie im Körper sofort – von Panik auf "Alles ist gut".
Das Ergebnis: Leichterer Schritt
Wenn Du begreifst, dass DU in Wahrheit "safe" bist und Dein Wert so feststeht wie ein Fels in der Brandung, verändert sich Dein Gang. Du gehst leichten Schrittes. Du lächelst die Leute nicht an, weil Du nett sein musst, sondern weil Du weißt, dass sie denselben Lottoschein in der Tasche haben wie Du.
DU BIST GENUG! Und die anderen sind es auch.
Und jetzt fragst Du Dich bestimmt: "Aber Jeanette, was ist denn mit all den Despoten, den Machthabern, den Mördern und Kriegstreibern und Vergewaltigern?"
Ja ... sehr gute Frage
1. Das „Irrenhaus-Gleichnis“
Stell Dir vor, Du gehst durch eine geschlossene Abteilung in einer Klinik. Ein Patient dort hält sich für eine Teekanne und ein anderer beschimpft Dich wüst. Wärst Du sauer? Wahrscheinlich nicht. Du hättest Mitleid oder wärst voller Mitgefühl, weil Du siehst: Der Arme ist völlig weggetreten, der lebt in einer totalen Horror-Welt.
Die radikale Sichtweise (die wir auch in Ein Kurs in Wundern finden) ist: Ein Despot oder ein Mörder ist nichts anderes als ein zutiefst geistig verwirrter Mensch, der den Kontakt zu seiner wahren Quelle komplett verloren hat.
Er lebt in einem so tiefen Albtraum aus Angst und Getrenntsein, dass er glaubt, er könne sich nur durch Angriff und Kontrolle retten. Das entschuldigt die Tat auf der Verhaltensebene nicht – aber es erklärt den Zustand seines Geistes.
2. Form vs. Inhalt
In unserer Welt (der Welt der Formen) gibt es Taten, die schrecklich sind und die wir stoppen müssen. Punkt. Aber auf der Ebene des Inhalts (der Ebene der Seele) gibt es nur zwei Dinge: Liebe oder ein Ruf nach Liebe.
Ein Kriegstreiber schickt keine Truppen, weil er so erfüllt von innerem Frieden ist. Er tut es, weil sein Ruf nach Liebe so verzerrt, so hässlich und so voller Angst ist, dass er wie das genaue Gegenteil aussieht.
Wenn wir ihn hassen, springen wir mit ihm in denselben dunklen Keller. Da sitzen wir dann beide und füttern das System der Trennung mit noch mehr Trennung, verstehst Du?
3. Warum Du Dir mit Groll nur selbst den Teppich einsaust
Hier kommt der egoistische Teil für Dein Stressmanagement: Dein Hass oder Groll oder Deine Wut auf einen Despoten bestraft nur Dich.
Er sitzt vielleicht in seinem Palast und bekommt von Deinem Groll gar nichts mit. Aber Du? Dein Blutdruck steigt, Dein Herz zieht sich zusammen, Dein Frieden ist weg. Wuuuusch!
Wenn Du sagst: „Diese Person ist ein Monster“, dann baust Du eine Welt auf, in der Monster existieren können. Und wenn Monster existieren, bist Du nie sicher.
Der radikale Weg ist zu sagen:
„Ich sehe da draußen unfassbare Grausamkeit, aber ich weigere mich zu glauben, dass das die letzte Wahrheit über den Menschen ist. Ich sehe den Albtraum, aber ich weiß, dass der Träumer im Kern immer noch ein Kind Gottes ist – egal, wie sehr er sich gerade danebenbenimmt.“
4. Die „Sonne und die dicken Wolken“
Stell Dir vor, das wahre Wesen jedes Menschen ist die Sonne. Ein Mörder hat so viele dicke, schwarze Gewitterwolken aus Hass, Trauma und Ego vor seine Sonne geschoben, dass man kein einziges Lichtquant mehr sieht.
Aber die Sonne dahinter? Die ist immer noch da. Sie ist nur gerade völlig „unbesuchbar“.
Wenn Du mich fragst, was mit diesen Leuten ist, würde ich sagen: Sie sind die ärmsten Schweine im Universum. Nicht, weil wir ihre Taten ignorieren, sondern weil sie sich so weit von der Liebe entfernt haben, dass sie in einer inneren Hölle leben, die wir uns kaum vorstellen können.
Wir müssen sie nicht zum Essen einladen, aber wir können uns weigern, unser eigenes Licht auszuknipsen, nur weil sie im Dunkeln stehen.
Sodele ... hast Du's bemerkt? Das war Ein Kurs in Wundern in Alltagssprache. Diese radikal entspannte Sichtweise ist der Kern aus Lektion 123 und genau damit wollen wir uns heute im Zeitwellen-Café beschäftigen.
Hast Du Lust heute dabei zu sein um 10 Uhr? Dann melde Dich hier gerne an: https://tidycal.com/zeitwellen/zeitwellen-cafe
Alles Liebe Deine Jeanette 🌸
P.S. Am Mittwoch, den 6.5. um 18 Uhr findet der nächste Meditationsabend statt. Du kannst live dabei sein, entweder in meiner Praxis oder ab sofort auch online. 🌸 Hier kannst Du Dich anmelden, wenn Du keine 10-er Karte mehr hast oder bar vor Ort: Zur Seite "Termin wählen"
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P.P.S.: 💫 Hat Dir Dir der SelfCare-Letter gefallen? Dann leite ihn an jemanden weiter, dem er gerade guttun könnte. Ich danke Dir für Deine Unterstützung!
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JEANETTE RICHTER Heilpraktikerin für Psychotherapie & Coach für Stressmanagement, Resilienz und Thanato-Psychologie
Durch eine liebevollere Sichtweise zu mehr Glück im Sein und weniger Stress mit Leben & Tod
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ZEITWELLEN.life - Jeanette Richter Iltisweg 2 49832 Freren Deutschland
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